E3 · Wasser

E3-1 – Konzepte im Zusammenhang mit Wasser

Quelle: csrd-delegated-act-2026-5010-annex_de.pdf, Seite 107

Angabe der wasserbezogenen Konzepte gemäß ESRS 2 GDR-P; zusätzlich Angabe, falls Standorte in Gebieten mit Wasserstress nicht von diesen Konzepten abgedeckt sind.

Datenpunkte (2)

NamePflichtEinheitPhase-in AR
Wasserbezogene Konzepte Pflicht – – –
Standorte in Gebieten mit Wasserstress ohne abdeckende Konzepte Pflicht – – AR1 AR2

Volltext-Auszug

Originaltext 10. Das Unternehmen hat seine Konzepte im Zusammenhang mit Wasser im Einklang mit den Bestimmungen des ESRS 2 GDR-P anzugeben. 11. Verfügt das Unternehmen über Standorte in Gebieten mit Wasserstress, die nicht unter seine Konzepte im Zusammenhang mit Wasser fallen, so hat es dies anzugeben.

Application Requirements (2)

AR1 Wasserstress bezieht sich auf Absätze 11, 13, 14 und 16 Buchstabe b · S. 107

Wasserstress umfasst Menge/Verfügbarkeit (Wasserknappheit) sowie Wasserqualität und Zugänglichkeit und misst die Belastung des Einzugsgebiets. Er ist Teil der physischen Wasserrisiken neben Überschwemmungen und Dürren; ein umfassendes Verständnis wasserbezogener Risiken berücksichtigt zusätzlich regulatorische Risiken und Reputationsrisiken.

Originaltext Wasserstress umfasst Menge oder Verfügbarkeit (im Zusammenhang mit Wasserknappheit) zusammen mit Erwägungen der Wasserqualität und der Zugänglichkeit von Wasser und liefert ein Maß für die Belastung des Einzugsgebiets. Wasserstress ist neben anderen, nicht mit Wasserstress im Zusammenhang stehenden Faktoren wie Überschwemmungen und Dürren, ein Bestandteil der physischen Risiken im Zusammenhang mit Wasser. Bei einem umfassenden Verständnis der wasserbezogenen Risiken werden alle Aspekte physischer Risiken im Zusammenhang mit Wasser (z. B. Wasserstress, Überschwemmungen, Dürren) sowie regulatorische Risiken und Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Wasser berücksichtigt.
AR2 Gebiete mit Wasserstress bezieht sich auf Absätze 11, 13, 14 und 16 Buchstabe b · S. 108

Globale Indikatoren zur Bewertung von Wasserstress: Baseline-Wasserstress ≥ 'hoch' (40-80%), saisonale Erschöpfung der Wasserressourcen > 'hoch' (25-75%), Baseline-Erschöpfung ≥ 'hoch' (50-75%), WEI+ ≥ 40%. Diese Indikatoren decken vor allem die Mengendimension ab; eine umfassende Bewertung berücksichtigt zusätzlich Qualität und Zugänglichkeit. Die Beurteilung erfolgt i.d.R. mindestens auf Einzugsgebietsebene, ggf. mit individuell angepassten Methoden unter Nutzung lokalen Wissens.

Originaltext Zu den globalen Indikatoren (mit den zugehörigen Datensätzen) und den damit zusammenhängenden Schwellenwerten für die Bewertung, ob ein Gebiet von Wasserstress betroffen ist, zählen: (a) Baseline-Wasserstress – größer oder gleich „hoch“: 40-80 %; (b) Erschöpfung der Wasserressourcen – größer als „hoch“: 25-75 % (Saison); (c) Erschöpfung der Wasserressourcen (Baseline) – größer oder gleich „hoch“: 50-75 % und (d) WEI+ (Water Exploitation Index plus) – größer oder gleich 40 %. Während diese globalen Indikatoren den Wasserstress in Bezug auf die Menge der verfügbaren Wasserressourcen (im Zusammenhang mit Wasserknappheit) berücksichtigen, umfasst eine umfassende Bewertung des Wasserstresses alle Dimensionen (Menge, Qualität und Zugänglichkeit). Die Beurteilung, ob ein Gebiet Wasserstress ausgesetzt ist, erfolgt in der Regel mindestens auf Ebene des Einzugsgebiets. Um zu bewerten, ob ein Gebiet Wasserstress ausgesetzt ist und lokales Wissen nutzen kann, können individuell angepasste Methoden angewandt werden.

Querverweise

ESRS 2 GDR-P